Italien – Griechenland – Mazedonien – Albanien – Montenegro – Bosnien i Herzegowina – Kroatien – Slowenien

3.176 km

Nach der unvergesslichen  1. Tour nach Albanien beschlossen wir sofort im Herbst eine weitere Reise in dieses Land zu unternehmen. Diesmal fuhren wir mit der Fähre von Venedig nach Igoumenitsa und wollten über Griechenland und Mazedonien nach Albanien einreisen.


Von Igoumenitsa fuhren wir nach Ioannina und weiter nach Metsevo. Ein kleiner Ort in der griechischen Region Epirus auf dem halben Wege von Ioannina im Westen und Meteora im Osten. Der Ort liegt inmitten des Pindos Gebirges und ist überregional bekannt für seinen Weinanbau. Von dort aus ging es dann weiter über den Katara Pass, 1690m hoch zu den Meteora Klöstern. Im 12.Jhd. wurde der Grundstock zum Bau der ersten Klöster vom Hl. Stephanos gelegt. Größere Anlagen auf den Felsen entstanden im 14.Jhd. unter Leitung des Mönches Athanassios Kinovits, auch Meteoritis genannt. Er ließ sich 1356 in dieser Gegend nieder und gründete auf dem 613m hohen Platys-Lithos Felsen METEORA, was so viel bedeutet wie „ in der Luft zwischen Himmel und Erde zu schweben“. In den folgenden 200 Jahren entstanden weitere 23 Klöster wobei die Oberhand das Kloster Metamorphosis hatte.

Metèora Klöster

Nach ausführlicher Besichtigung ging es weiter in die Vikos Schlucht. Diese liegt im Pindos Gebirge und erstreckt sich über eine Länge von knapp 10km. Die maximale Tiefe der Schlucht wird sehr different angegeben. Zwischen 600m und 1000m Im  Guinness Buch der Rekorde ist sie als tiefste Schlucht der Welt eingetragen. Absolut sehenswert. Wir übernachten im Hotel Monodendri im gleichnamigen Ort und fahren am nächsten Tag weiter und erreichen nach herrlichen 19 Serpentinen das Zagoria Bergdorf PAPINGO. Ein kleiner, verschlafener Ort mit wunderschönen Häusern und  Gärten.


Die Reise geht in Richtung Konitsa weiter und führt uns durch den Vikos-Aoos Nationalpark. Auf der Strecke von Konitsa nach Kastoria stoßen wir auf eine absolute Sehenswürdigkeit. Eine Osmanische Spitzbogenbrücke über den Fluss Aoos.

Von Kastoria aus fahren wir Richtung Mazedonien und über den Grenzübergang NIKI nach Bitola und dann nach Resen , zweigen ab zum Prespersee und haben SVETI-NAUM am Ohridsee als Ziel dieser Tagesetappe. Das Kloster von Sveti Naum wurde 895 n.Ch. vom heiligen Naum gegründet und wurde Ihm später auch gewidmet. Naum liegt im Kloster begraben. Wir befinden uns bereits an der albanischen Grenze. Das Kloster selbst gehörte von 1913 bis 1925 zu Albanien. Wir entschließen den Ohrid See zu umrunden, besuchen die Stadt Ohrid und über Struga fahren wir dann Richtung Albanischer Grenze. Nach problemloser Einreise erreichen wir bereits nach 2 Km das verträumt, romantische Örtchen LIN. Dieses malerische Dorf lohnt einen Abstecher. Es gibt schmucke, von Weinreben überwachsene Gassen, alte Häuser und antike Überreste auf einem Hügel über der Stadt. Die Halbinsel von Lin ist, wie durch archäologische Ausgrabungen nachgewiesen wurde, mindestens seit der Eiszeit bewohnt.


Über Pogradec  geht die Reise weiter nach Tushemisht, ein beliebtes Reiseziel von König Zogus dem Ersten sowie des Diktators Enver Hoxha. Über Maliq und Korce fahren wir nach VOSKOPOJA. Dieser Ort liegt versteckt in den Bergen Südalbaniens. Bis ins 18 Jhd. eine Hochburg der schönen Künste mit berühmten Schulen und Kirchen, deren Fresken international höchste Beachtung fanden. (Unser eigentliches Ziel) In den langen Jahrzehnten des stumpfsinnigen Stalinismus  und der Gewaltherrschaft von Enver Hoxha geriet dieser Ort in Vergessenheit, Schätze wurden geplündert und die Gebäude dem Verfall überlassen. Seit einigen Jahren versucht ein französischer Verein (Erbgut ohne Grenzen) den Ort und die noch verbliebenen Schätze vor weiterem Verfall zu bewahren. Heute nennt sich der Ort auch Moschopolis, hat noch ca. 700 Einwohner und ist sehr schlecht erschlossen. Die Kirche SHEN KOLLI liegt in der Ortsmitte und ist als einzige mit Vorhalle und Arkadengang vollständig erhalten. Bei unserer Ankunft standen wir vor verschlossen Türen. Es gelang uns im Ort den Pfarrer ausfindig zu machen, welcher uns bereitwillig Einlass in die Kirche gewährte. Aber wir durften, aus verständlichen Gründen, in der Kirche nicht fotografieren. Wir betraten wirklich eine andere Welt. Unbeschreiblich gut erhaltene Fresken, bzw. Wandmalereien waren hier zu bewundern. Einmalig. Außenaufnahmen waren erlaubt.


Sehr beeindruckt von dem Gesehenen fuhren wir zurück nach Korce und weiter nach DARDHE (Skigebiet in 1400m Seehöhe) Die Berghänge in dieser Umgebung sind im Winter ein ausgezeichnetes Skigebiet. Mit Österreichischem Einfluss. Siehe Foto.


Anschließend überqueren wir den Quar Pass (etwas über 1000m  in Richtung ERSEKE  und fahren durch enge Schluchten und Steilstrecken die Gramoz-Kette entlang in den Germenji Nationalpark über Barmash bis Leskovik. Wir waren hier wirklich vom Glück verlassen. Eine an und für sich traumhafte Gegend, normalerweise mit Ausblick „ Ende Nie“ wurde durch Dauerregen zu einer harten Probe für Mensch und Material. Durch das Vjosa Tal, Permet, Tepelene, in dieser Stadt wurde der berühmte Herrscher Ali Pascha geboren. Oberhalb der Stadt sind noch Überreste seiner Burg zu sehen  Gjirokaster  ging die Reise weiter nach Sarande. Zum zweiten Mal in diesem Jahr genossen wir den Ausblick nach Korfu.  Die Weiterreise in Richtung Llogara Pass, über Himare und Porto Palermo, war so als wenn wir hier noch nie dagewesen wären. Fuhren wir vor knapp einem halben Jahr noch auf holpriger Schotter Straße, wurde innerhalb dieser Zeit alles asphaltiert. „Autobahn“ über den Pass. In Porto Palermo gibt es noch einen U-Boot Bunker aus dem 2. Weltkrieg zu besichtigen.


Über Vlore und Durres fahren wir nach Shkoder und verlassen Albanien in Richtung Montenegro. Bei der Heimreise besuchten wir noch Sveti Stefan, ein weiteres Mal die Kotor Bucht und über Dubrovnik und Primosten ging es dann wieder Richtung  Heimat.


ALBANIEN   WIR KOMMEN WIEDER…

Die Hierzi`s

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